Ausbildung
Überblick
Das Ausbildungsangebot im Bereich der Informatik ist ausserordentlich breit und reicht von Anwenderkursen für Standardprogramme (z.B. Textverarbeitung) bis zu einem Hochschulstudium als Informatikingenieur und zu Weiterbildungsmöglichkeiten verschiedenster Art. Daher werden hier die Ausbildungsangebote nach Zielgruppen
- Informatikanwender (A)
- Informatikfachleute (B, C, D)
gegliedert.
A. Ausbildung für Informatikanwenderinnen und Informatikanwender
Eine Grundausbildung für Informatikanwender erfolgt heute meist in den höheren allgemeinbildenden Schulen (Gymnasium, Diplommittelschule) und in den Berufsschulen in einer dem Schultyp angemessenen Form. Teilweise findet eine Grundausbildung aber auch schon in der Volksschule statt.
Zur Grundausbildung gehört der Umgang mit einem Computer und mit den wichtigsten Standardprogrammen, also Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, einfache Graphik- und Datenverwaltungsprogramme, dazu die Informationsbeschaffung mittels Internet/WWW, denn das wird heute in allen höheren Ausbildungen und in vielen Berufen als Grundlage verlangt. Wer diese Informatik-Grundausbildung früher verpasst hat, kann sie in verschiedensten Kursen nachholen und auch nachträglich entsprechende Zertifikate erwerben.
B. Erstausbildung für Informatikfachleute
Für junge Menschen, die sich für einen zukunftsorientierten und anspruchsvollen Beruf interessieren, bietet die Informatik attraktive Möglichkeiten mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden und Ausbildungswegen. Wer vor der Berufswahl oder einem Schulentscheid steht, muss sich vorerst einmal für einen der beiden Wege des schweizerischen Ausbildungssystems entscheiden (siehe Ausbildungsskizze), also
Der Einstieg in die Informatik über eine Berufslehre ist bei Jugendlichen und Firmen sehr beliebt. Die vierjährige Ausbildung umfasst praktische Arbeit in einem Lehrbetrieb und Grundlagenunterricht in der Berufsschule und schliesst mit dem eidg. Fähigkeitsausweis Informatiker/Informatikerin ab.
Ein anderer Weg in die Informatik führt über Maturität und Hochschulstudium.
Nach der Berufslehre können entsprechend qualifizierte Absolventen (Berufsmatur) an einer Fachhochschule (FH) oder an einer höhere Fachschule (HF) Informatik studieren, oder nach einiger Praxis und Schulung eine Berufsprüfung und eine höhere Fachprüfung ablegen (siehe Ausbildungsskizze).
Nach der Matura an einem Gymnasium stehen an Universitäten und beiden ETH Studiengänge in Informatik und Wirtschaftsinformatik offen.
Eine Vielzahl von Spezialschulen helfen nicht nur beim Erwerb des Grundwissens, sondern vermitteln insbesondere Spezialwissen über bestimmte Gebiete der Informatik, sowie über bestimmte Systeme und Produkte. Arbeitgeber legen zunehmend Wert auf anerkannte Zeugnisse in diesem Bereich. Das ist besonders für Arbeitnehmer ohne Infomatik-Berufsausbildung wichtig.
C. Quereinsteiger in die Informatik
Von den heute in Informatikberufen tätigen sind die meisten über andere Erstberufe zur Informatik gestossen, viele davon allerdings mit ungenügender Informatikausbildung. Inzwischen nimmt die Zahl junger, gut ausgebildetet Informatiker langsam zu. Das Umsteigen in die Informatik bleibt aber noch auf viele Jahre hinaus ein attraktiver Karriereweg, da die Nachfrage nach Informatikern den verfügbaren Nachwuchs übersteigt. Aber dieser Schritt erfordert eine Zusatzausbildung.
D. Weiterbildung für Informatikfachleute
Wer beruflich mit Informatik und Informatikanwendungen zu tun hat, muss sich immer wieder mit neuen technischen und praktischen Entwicklungen auf diesem dynamischen Gebiet auseinandersetzen. Daher ist eine regelmässige Weiterbildung wichtig. Das können einzelne Kurstage sein oder aber ganze Weiterbildungsprogramme samt höheren Fachprüfungen. Das Angebot ist vielseitig; wer sich darin nicht auskennt, holt sich am besten Rat bei den Personalverantwortlichen des Arbeitgebers.
Weiterbildung mit formellen Abschluss ist auf verschiedenen Stufen möglich. Dazu gehört auf oberer Ebene die mehrjährige Vorbereitung auf Berufsprüfung und höhere Fachprüfung mit eidgenössischem Diplom. Dazu gehören aber auch Zertifikate mit wesentlich kürzerer Vorbereitungszeit.
Universitäten/ETH und Fachhochschulen bieten vielfältige Weiterbildungsprogramme für Personen mit entsprechender Vorbildung an, wobei für manche Programme auch Praktiker ohne Hochschulausbildung zugelassen werden.
Das Angebot an Kursen ist im Bereich der Informatik sehr reichhaltig. Öffentliche und private Schulen und Hochschulen, aber auch Fachverbände und Seminarorganisatoren sind hier tätig.
Ein ausgesprochener Engpass besteht heute im Bereich der Lehrerausbildung.
Tipp:
Wer den Besuch eines Weiterbildungskurses plant, muss selbst im Voraus abklären, ob die eigenen Informatikvorkenntnisse für diesen Kurs genügen.
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