Berufe in der Informatik

 

Überblick

Die Informatik hat in den letzten Jahrzehnten eine ganze Menge neuer Berufe hervorgebracht, in denen heute allein in der Schweiz weit über 100'000 Menschen ihr Brot verdienen. Mit der technischen Entwicklung der Informatik und mit ihrem immer breiteren Einsatz haben sich diese Berufe aber auch immer wieder angepasst und spezialisiert, wie etwa folgende Berufsbezeichnungen zeigen: Anwendungsentwicklerin, PC-Supporter, Systemingenieur, Informatiklehrerin, Webmaster. Einen Eindruck über die heutige Vielfalt der Informatikberufe vermittelt schon ein kurzer Blick in die Stelleninserate einer Tageszeitung.

Angesichts dieser Vielfalt ist es allerdings für Aussenstehende oft nicht leicht, aus einer Informatik-Berufsbezeichnung zu entnehmen, welche Tätigkeiten, Qualifikationen und Ausbildungen im einzelnen damit verbunden sind. Daher haben die beiden Fachverbände SVD und WIF, heute vereinigt in Swiss ICT , schon vor vielen Jahren eine gemeinsame Arbeitsgruppe "Informatikberufe" eingesetzt (inzwischen sind auch der SAP  und die SGO  daran beteiligt). Diese Arbeitsgruppe hat heute zwei Hauptaufgaben:

  • Beschreibung der Informatikberufe in enger Abstimmung mit den Bedürfnissen der Praxis. Das Ergebnis ist im Buchhandel erhältlich:
    Berufe der ICT
    vdf Hochschulverlag Zürich, 6. Auflage 2004
    .
  • Salärumfrage: Ermittlung der real bezahlten Löhne für Informatikberufe in der Schweiz durch eine jährlich durchgeführte Salärumfrage bei einer grossen Zahl von Betrieben. Das Ergebnis dieser Salärumfrage wird durch Swiss ICT den teilnehmenden Betrieben sowie in einer standardisierten Auswertung seinen Mitgliedern und weiteren Interessierten zur Verfügung gestellt.

Ausbildung und Weiterbildung in Informatikberufen

Die Erstausbildung zu Informatikberufen ist normalerweise recht breit orientiert; entsprechend breit ist die Berufsbezeichnung "Informatiker/in". Die Erstausbildung erfolgt entweder über eine Berufslehre mit anschliessenden Weiterbildungsmöglichkeiten oder über eine Mittelschule (Gymnasium) mit anschliessendem Hochschulstudium an Uni/ETH oder Fachhochschule (siehe auch Ausbildungsskizze).

Die Spezialisierung folgt meist erst im Laufe der Berufstätigkeit und kann sich mit den Jahren noch stark verschieben. Auf jeden Fall ist in Informatikberufen die lebenslange Weiterbildung für den Berufserfolg und für die Zufriedenheit im Beruf von zentraler Bedeutung.

Berufsberatung

Selbstverständlich orientieren die öffentlichen (allgemeinen und akademischen) Berufsberatungsstellen  auch über die Berufsmöglichkeiten im Rahmen der Informatik.

Quereinsteiger

Quereinsteiger bilden vorerst (ca. 85%!) und noch auf viele Jahre hinaus die grosse Mehrheit aller berufstätigen Informatiker und Informatikerinnen. Anderweitig Berufstätige, die sich für einen Berufswechsel in Richtung Informatik interessieren, seien noch auf eine spezielle Berufsberatungsmöglichkeit hingewiesen. Wegen des grossen Mangels an Informatikern helfen die Personaldienste vieler Betriebe gerne bei der Planung einer Informatikberufslaufbahn und orientieren über entsprechende Ausbildungsmöglichkeiten und Stellen. Wer ernsthaft einen Berufswechsel in die Informatik plant, sollte frühzeitig Kontakte mit möglichen künftigen Arbeitgebern aufnehmen und die notwendige Zusatzausbildung in Abstimmung mit diesen planen. So lassen sich Fehlinvestitionen und auch Enttäuschungen vermeiden. Auch wenn in der Informatik viele offene Stellen vorhanden sind, ist nicht jedermann für jede Stelle geeignet.

Wo sind offene Stellen? Darüber orientieren Zeitungsinserate und Stellenanzeiger (auch elektronische) sowie Stellenvermittler.



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